Drei Codes, vier Platzierungen und die Druckdetails, die darüber entscheiden, ob ein Gast beim ersten Versuch scannt oder aufgibt.
Die meisten Restaurants brauchen genau drei QR-Codes: die Speisekarte, das Gäste-WLAN und die Google-Bewertung. Jeder beantwortet eine andere Frage zu einem anderen Zeitpunkt des Besuchs, und jeder gehört an einen anderen Ort im Raum. Alles darüber hinaus wird in der Regel schlicht nicht gescannt.
Der Speisekarten-Code ist für die ersten neunzig Sekunden nach dem Hinsetzen gedacht — und für Passanten, die noch überlegen, ob sie hereinkommen. Der WLAN-Code ist für die zehn Minuten danach, wenn jemand online gehen möchte, ohne sich vom Service ein Passwort buchstabieren zu lassen. Der Bewertungs-Code kommt zum Schluss, wenn das Essen vorbei und der Gast am zufriedensten ist.
Gestalten Sie alle drei in denselben Farben und mit demselben Punktstil, damit sie wie ein Teil Ihres Gedecks wirken. Unterscheiden muss sich nur die Beschriftung darunter — am Muster selbst kann ein Gast zwei Codes nicht auseinanderhalten, die ganze Arbeit leisten die Worte darunter.
Die eine Entscheidung, die darüber bestimmt, ob Sie jemals nachdrucken müssen, ist die Wahl der codierten Adresse. Bei einem statischen QR-Code steckt das Ziel fest im Muster, das gedruckte Quadrat lässt sich also nie umleiten. Wählen Sie eine Adresse, die Ihnen gehört und die Sie aktualisieren können — meist ihredomain.de/speisekarte — und der Code bleibt für immer richtig, während sich der Inhalt dahinter frei ändern lässt.
Genau deshalb ist es so wichtig, die Datei unter derselben Adresse zu ersetzen. Liegt Ihre Speisekarte als PDF unter ihredomain.de/speisekarte.pdf, dann funktionieren nach dem Hochladen eines neuen PDFs unter exakt diesem Dateinamen weiterhin alle Tischaufsteller, Fensteraufkleber und Take-away-Sticker im Haus. Ändern Sie den Dateinamen in speisekarte-fruehjahr-2026.pdf, haben Sie soeben jeden gedruckten Code entwertet.
Für saisonale Wechsel gilt dieselbe Regel. Ein Restaurant, das seine Karte viermal im Jahr austauscht, braucht eine dauerhafte Speisekarten-Adresse und vier Inhaltsversionen — nicht vier QR-Codes.
Der teure Fehler ist, den Code auf einen temporären Datei-Link zu richten — eine Google-Drive-Vorschau, einen Dropbox-Freigabelink, einen WeTransfer-Download. Solche URLs können widerrufen werden, sie ändern sich beim erneuten Hochladen, und manche verlangen vom Gast erst eine Anmeldung oder das Öffnen einer App. Ein Gast, der sein Handy über einen Tischaufsteller hält, macht das nicht mit.
Wenn Sie sich nur eines merken: Codieren Sie eine Adresse, die Sie kontrollieren, und ändern Sie, was unter dieser Adresse liegt. Jeder Nachdruck, den ein Restaurant je bezahlt, geht darauf zurück, dass etwas Temporäres codiert wurde.
Platzierung ist im Grunde eine Frage der Distanz. Ein sitzender Gast hält das Handy etwa 25–30 cm von einem Tischaufsteller entfernt; eine Person auf dem Gehweg steht 1,5–2 m vor Ihrem Schaufenster. Als grobe Faustregel gilt: Ein Code sollte etwa ein Zehntel so breit sein wie die Distanz, aus der er gescannt wird. Deshalb muss ein Code im Fenster rund zehnmal so groß sein wie einer auf dem Tisch.
Setzen Sie Speisekarten- und WLAN-Code gemeinsam und klar beschriftet auf den Tischaufsteller, und halten Sie den Bewertungs-Code komplett vom Tisch fern — er gehört in die Rechnungsmappe, wo das Timing stimmt.
| Platzierung | Wofür sie gedacht ist | Scan-Distanz | Mindestgröße im Druck |
|---|---|---|---|
| Tischaufsteller | Speisekarte + Gäste-WLAN, sitzende Gäste | 25–30 cm | 2,5 cm (1 Zoll); 3–4 cm sind sicherer |
| Aufkleber an Fenster oder Tür | Vorschau auf die Speisekarte für Passanten | 1,5–2 m | 15–20 cm |
| Ecke der gedruckten Speisekarte | Vollständige Karte, Allergene, Weinkarte | 25–30 cm | 2 cm, besser 2,5 cm |
| Rechnungsmappe oder Kassenbon | Google-Bewertung, nach dem Essen | 25–30 cm | 2–2,5 cm |
| Take-away-Tüte oder Schachteldeckel | Nachbestell-Link oder Bewertung | 30–50 cm | 3 cm |
| Kundenstopper oder Gehwegschild | Speisekarte, aus wenigen Schritten Entfernung | 1–1,5 m | 10–15 cm |
Unterhalb von etwa 2 cm wird ein QR-Code auf älteren Handykameras unzuverlässig, und im gedämpften Licht eines Restaurants steigt die Fehlerquote rasch an. Betrachten Sie 2,5 cm als Untergrenze für alles, was ein Gast in die Hand nimmt, und gehen Sie größer, wo immer Platz ist — ein zu großer Code bringt beim Scannen keinerlei Nachteil.
Jeder Code braucht eine Ruhezone von vier Modulen freier Fläche auf allen vier Seiten. Ein Modul ist eines der kleinen Quadrate im Muster; bei einem 3-cm-Code entspricht das etwa 4–5 mm leerem Rand. Gestalterinnen und Gestalter schneiden diesen Rand regelmäßig weg, damit der Tischaufsteller aufgeräumter wirkt — das Ergebnis ist ein Code, der am Bildschirm scannt und im Service versagt. Halten Sie den Rand frei: keine Konturlinie, kein Blattmotiv, kein Preis darin.
Für die Haltbarkeit gilt: matt laminieren, nicht glänzend. Glanzlaminat spiegelt das Deckenlicht direkt in die Kamera zurück und löscht Teile des Musters aus — und in Restaurants hängt das Licht fast immer direkt über dem Tisch. Mattes Laminat streut dieses Licht. Dasselbe gilt für lackierte Tischaufsteller aus Holz und für glänzenden Karton.
Rechnen Sie mit verschütteten Getränken. Ein laminierter oder Acryl-Tischaufsteller übersteht Wein und Fett, unbeschichteter Karton nicht — und ein Code mit fleckiger oder abgestoßener Ecke verliert Daten. Der Druck mit Fehlerkorrektur Q (rund 25 % Wiederherstellung) oder H (rund 30 %) verschafft Ihnen Toleranz gegenüber Abnutzung und erlaubt ein Logo in der Mitte, um den Preis eines dichteren Musters, das etwas mehr Größe braucht. Wenn Sie ein Logo in die Mitte des Codes setzen, sind Q oder H Pflicht.
Schicken Sie der Druckerei SVG statt PNG, wann immer sie es annimmt. Vektoren bleiben in jeder Größe scharf — das zählt vor allem beim Fensteraufkleber, wo ein hochskaliertes PNG zu weichen, graustichigen Modulen zerfließt, die Kameras nur schwer lesen können.
Ein WLAN-QR-Code speichert Netzwerknamen und Passwort als Klartext im Muster. Jede und jeder kann eine Decoder-App darauf richten und das Passwort vollständig auslesen — der Code ist keine Verschlüsselung, sondern nur eine schnellere Art zu tippen. Drucken Sie ihn deshalb nur für ein Gästenetz, das von Kasse, Backoffice und Ihren eigenen Geräten getrennt ist.
Von dieser Einschränkung abgesehen ist es der wertvollste Code im Café. Gäste verbinden sich, ohne zu fragen, das Personal muss nicht zwanzigmal pro Schicht ein Passwort aufsagen, und der Code sitzt bestens neben dem Speisekarten-Code auf demselben Tischaufsteller.
Ein Wechsel des Gäste-Passworts bedeutet, den Code neu zu drucken — bei einem statischen Code führt daran kein Weg vorbei. Die meisten Restaurants entscheiden sich für ein stabiles Gäste-Passwort, ändern es ein- bis zweimal im Jahr und drucken dann gleich eine frische Charge Aufsteller. Erstellen können Sie ihn im WLAN-QR-Code-Tool.
Ein Bewertungs-Code steht und fällt mit dem Timing. Am Eingang hat der Gast noch nichts zu sagen. An der Rechnung, wenn das Essen gerade gut gelaufen ist, wirkt die Bitte natürlich und das Handy ist ohnehin schon zum Bezahlen in der Hand. Nur dort gehört der Bewertungs-Code hin — in die Rechnungsmappe, in die Bon-Fußzeile oder auf die Take-away-Tüte.
Der Code öffnet Ihren öffentlichen Eintrag im Google-Unternehmensprofil — dieselbe Seite, die jede Kundin und jeder Kunde ohnehin über die Suche erreicht. Er sendet keine Bewertung ab, er weiß nicht, wer gescannt hat, und er kann nichts filtern. Er erspart dem Gast lediglich, Ihren Namen bei Google einzutippen und die richtige Schaltfläche zu suchen.
Beschriften Sie ihn ehrlich und knapp: „Hat es geschmeckt? Hinterlassen Sie uns eine Bewertung“ wirkt deutlich besser als ein Code ohne Bildunterschrift. Bieten Sie keinen Rabatt im Tausch gegen eine Bewertung an; Googles Richtlinien verbieten das Filtern von Bewertungen und Anreize dafür, und Einträge werden dafür tatsächlich abgestraft.
Testen Sie den gedruckten Andruck, nicht die Datei auf Ihrem Bildschirm. Ein Code, der vom Laptop-Display sofort scannt, kann auf laminiertem Karton unter einer gedämpften Hängeleuchte versagen — und das merken Sie erst, wenn tausend Tischaufsteller geliefert sind.
Setzen Sie sich an einen echten Tisch, in dem Licht, das Sie im Service verwenden — Abendbeleuchtung, nicht die Leuchtstoffröhren, unter denen Sie putzen. Halten Sie das Handy so, wie ein Gast es tun würde: auf Armlänge und leicht schräg.
Nutzen Sie mindestens zwei Handys: ein aktuelles Modell und das älteste, das Sie sich im Team leihen können. Neue Kamerasysteme decodieren grenzwertige Codes, an denen vier Jahre alte Geräte scheitern. Zögert das alte Handy länger als ein bis zwei Sekunden, drucken Sie den Code größer oder lassen das Logo weg — und testen dann erneut.
Prüfen Sie auch das Ziel, nicht nur, dass überhaupt etwas gescannt wurde. Vergewissern Sie sich, dass die Speisekarte mobil öffnet, im Mobilfunknetz statt in Ihrem WLAN in wenigen Sekunden lädt und nicht auf einer Anmeldeseite oder einem PDF in unleserlicher Zoomstufe landet.
Halten Sie einen Stapel gedruckter Speisekarten am Empfang bereit und bieten Sie eine an, ohne gefragt zu werden. Manche Gäste haben kein Smartphone, kein Datenvolumen, einen leeren Akku oder eine Sehschwäche, die eine Karte auf dem Handy unbrauchbar macht. Ein QR-Code sollte die bequeme Option sein, niemals die einzige.
In mehreren Rechtsräumen ist das zudem eine rechtliche Frage. Barrierefreiheitsvorgaben in den USA, der EU und Großbritannien wurden bereits auf rein digitale Speisekarten angewendet, und ein Restaurant, das seine Karte nur über einen Handybildschirm ausgeben kann, ist angreifbar. Die praktische Antwort ist günstig: ein Dutzend Karten drucken, sauber halten und eine reichen, sobald ein Gast ratlos wirkt.
Bringen Sie auch die digitale Seite in Ordnung: Die Seite hinter dem Code sollte in der Standard-Schriftgröße des Handys lesbar sein, Zoomen per Fingergeste erlauben und Allergene als echten Text ausweisen statt als Bild.
Bei einem statischen QR-Code steckt das Ziel im Muster selbst — er braucht daher keinen Server und läuft nie ab. Der ehrliche Kompromiss: Er lässt sich nach dem Download auch nicht mehr bearbeiten, und er kann keine Scans zählen. Es gibt kein Dashboard, weil nichts zurückmeldet — weder an uns noch an Sie.
In der Praxis stört keine der beiden Grenzen, wenn Sie es wie oben beschrieben aufsetzen. Die Bearbeitbarkeit lösen Sie, indem Sie auf eine Adresse verweisen, die Sie kontrollieren, und dort den Inhalt ändern. Scan-Zahlen liefert Ihnen, falls gewünscht, die Analyse der Seite, die der Code öffnet — Ihre Speisekarten-Seite kann Ihnen sagen, wie viele mobile Besuche sie erhalten hat, und genau das ist die Zahl, auf die es ankommt.
Im Gegenzug bekommen Sie einen Code ohne Abo dahinter. Ein dynamischer Code läuft über den Weiterleitungsdienst eines Drittanbieters — das gedruckte Quadrat in Ihrem Fenster funktioniert also nicht mehr, wenn dieses Unternehmen schließt, die Preise erhöht oder Ihre Testphase beendet. Ein statischer Code hat keine solche Abhängigkeit.
Kostenlos, ohne Anmeldung, und Ihr Code läuft nie ab.
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