Scannen statt vorlesen: So muss Ihr Team das Passwort nicht den ganzen Tag ansagen — vorausgesetzt, der Code liegt im richtigen Netz und am richtigen Ort.
Ein WLAN-QR-Code speichert drei Angaben: den Netzwerknamen (SSID), den Verschlüsselungstyp und das Passwort. Sie stehen als Klartext im Muster, in einem Standardformat, das jede Handykamera versteht. Es gibt keinen Server, keine Abfrage und keinen Login-Schritt — das Telefon liest die Zugangsdaten und bietet die Verbindung an.
Machen Sie sich die Konsequenz bewusst: Wer den Code fotografieren kann, hat Ihr Passwort. Jeder QR-Reader zeigt den reinen Text an, statt sich zu verbinden, und eine Aufnahme quer durch den Raum lässt sich genauso gut auslesen wie ein Scan direkt am Tisch. Der Code ist eine bequeme Art, ein Passwort weiterzugeben — kein Weg, es zu schützen.
Behandeln Sie einen gedruckten WLAN-Code genauso wie ein Passwort, das an der Tafel steht — denn genau das ist er.
Deshalb gehört er ins Gästenetz und sonst nirgendwohin. Legen Sie den Code auf das Netz, das ins Internet führt und sonst nichts erreicht — kein Kassensystem, keine Dateifreigabe im Backoffice, kein Property-Management-System, keine Drucker, keine Kameras.
Wenn Ihr Router Client-Isolierung für die Gäste-SSID unterstützt, schalten Sie sie ein, damit Gäste auch die Geräte der anderen nicht sehen. Falls Gäste- und Mitarbeiternetz derzeit dasselbe Netz sind, trennen Sie beide, bevor Sie irgendetwas drucken. Ein Code, der jedem Vorbeikommenden das Passwort des ganzen Hauses überreicht, ist schlimmer, als es einfach vorzulesen.
Wählen Sie für alles Aktuelle WPA. Das WLAN-Codeformat kennt eine WPA-Einstellung, die WPA und WPA2 abdeckt — und damit praktisch jeden heutigen Router. WPA3 ist neuer und wird von Scannern weniger einheitlich unterstützt. Bietet Ihr Access Point einen gemischten WPA2/WPA3-Modus, ist das die sicherste Einstellung für einen öffentlichen Code.
| Netzwerktyp | Für einen Gästecode geeignet? | Hinweise |
|---|---|---|
| WPA2 (oder WPA2/WPA3 gemischt) | Ja | Die Standardwahl; breiteste Unterstützung auf Telefonen |
| Nur WPA3 | Nach vorherigem Test | Sicher, aber manche Scanner kommen damit noch nicht zurecht |
| WEP | Nein | Veraltet und mühelos zu knacken; Routereinstellung ändern |
| Offen / ohne Passwort | Selten | Ein Code bringt kaum Nutzen; besser ein Captive Portal erwägen |
Ist das Gästenetz versteckt, muss der Code die Markierung für versteckte Netze enthalten — sonst finden Telefone das Netzwerk nach dem Auslesen nicht. Versteckte SSIDs verlangen zudem eine exakte Übereinstimmung des Namens, inklusive Groß- und Kleinschreibung und Leerzeichen. Kopieren Sie ihn aus den Routereinstellungen, statt ihn aus dem Gedächtnis zu tippen.
Eine Grenze sollten Sie vor dem Druck kennen: Ein WLAN-Code stellt die Verbindung her, kann sich aber nicht an einem Captive Portal anmelden. Wenn Ihre Gäste Nutzungsbedingungen bestätigen oder eine Zimmernummer auf einer Startseite eingeben müssen, bringt der Code sie ins WLAN — und das Portal erscheint trotzdem.
Das Passwort steckt fest im Muster, ein Wechsel macht also sämtliche gedruckten Codes auf einen Schlag ungültig. Das ist der Preis für einen Code, der keinen Server braucht und nie abläuft: Er funktioniert für immer, verweist aber auch für immer auf genau ein Passwort.
Planen Sie entsprechend. Legen Sie einen Wechselrhythmus fest, den Sie durchhalten können, zählen Sie, wie viele Stücke Sie ersetzen müssten, und bewahren Sie die Quelldatei auf, damit ein Nachdruck ein Druckauftrag bleibt und keine Neugestaltung wird. Cafés, die das Gästepasswort monatlich wechseln, sollten gut überlegen, wie viele Tischaufsteller das wirklich bedeutet.
Platzieren Sie ihn dort, wo sich jemand mit dem Laptop hinsetzt, nicht nur dort, wo bestellt wird. An der Theke ist viel los und man scannt nebenbei, während der Kaffee gereicht wird; am Tisch braucht man das Netz wirklich.
In Hotels zählen zwei Momente: der Check-in und die erste Minute im Zimmer. Decken Sie beide ab, denn ein Gast, der im Zimmer nicht online kommt, ruft an der Rezeption an.
Beide Plattformen verarbeiten WLAN-Codes von Haus aus, aber nicht identisch. Unter iOS liest die Kamera-App den Code und zeigt einen Hinweis mit dem Angebot, dem Netzwerk beizutreten; der Gast tippt darauf und ist verbunden. Ab Android 10 leisten Kamera oder Google Lens dasselbe, allerdings erscheint die Aufforderung auf manchen Hersteller-Oberflächen als Benachrichtigung, die der Gast erst herunterziehen und antippen muss.
Ältere Android-Telefone brauchen unter Umständen eine QR-Reader-App oder zeigen nur den reinen Text an, statt die Verbindung anzubieten. Testen Sie vor einer größeren Druckauflage mit ein paar echten Geräten und setzen Sie Netzwerkname und Passwort in kleiner Schrift unter den Code, damit alle, deren Telefon nicht mitspielt, sie eintippen können.
Drucken Sie mindestens 2 cm breit für alles, was auf Armlänge gelesen wird, und lassen Sie 4 Module freien Hintergrund rund um den Code. Mattes Laminat übersteht verschüttete Getränke ohne die Spiegelungen, die glänzende Oberflächen unter Deckenstrahlern unlesbar machen, und die SVG-Vektorausgabe hält das Muster in jeder Größe gestochen scharf.
Gewöhnen Sie sich einen Austauschrhythmus an. Auf Tischaufstellern landet Kaffee, Tischkarten knicken, und ein Code, der in der Druckerei noch scannt, kann nach einem Monat im Einsatz versagen. Gehen Sie einmal im Monat durch den Raum, scannen Sie selbst ein paar Codes und drucken Sie die abgenutzten neu.
Der Code wird in Ihrem Browser erzeugt, das Gästepasswort wird also nirgendwohin hochgeladen — sobald es gedruckt ist, ist es jedoch öffentlich. Nur im Gästenetz einsetzen.
Kostenlos, ohne Anmeldung, und Ihr Code läuft nie ab.
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